Zukunftsprognosen für Schaustellerbetriebe

Die Zukunftsprognosen für die einzelnen Sparten der Schaustellerbetriebe, sind sehr unterschiedlich.

Zwar haben alle Schausteller sinkende Umsätze im Verhältnis zu stark gestiegenen Kosten zu verzeichnen und es konnten keine Preissteigerungen auf dem Markt durchgesetzt werden, jedoch gehen Fahrgeschäfte und solche zur Belustigung zumindest von gleich bleibenden Umsätzen aus. Zwar können die Fahrgeschäfte derzeit noch einen Zuwachs der jugendlichen Besucher unter 20 verzeichnen, langfristig gesehen wird diese Gruppe jedoch kleiner werden. Der noch bestehende Zuwachs resultiert aus der Tatsache, dass immer jüngere Jugendliche/Kinder sich an den Vorstellungen und Interessen der etwas Älteren orientieren. Wer nun höhere Investitionen plant, muss auf größeren Festen vertreten sein, damit sich die Anlage in angemessener Zeit amortisiert. Den zur Belustigung vertretenen Geschäften ist der Umstand von Vorteil, dass hier neue Zielgruppen angesprochen werden können. Sie stehen in starker Konkurrenz zum Fernsehangebot - von daher ist die Erwartungshaltung der Besucher entsprechend hoch.

Andere Schaustellerbetriebe wie Verkauf, Spielbetriebe, Gastronomie und Kinderentertainment gehen von mehr oder weniger sinkenden Umsatzzahlen aus. Während Spielbetriebe und Verkaufsstände von stark sinkender Nachfrage ausgehen und hier der Preiswettkampf vorherrscht, können Gastronomiebetriebe etwas höhere Preise durchsetzen. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu den ortsansässigen Gastronomen, konnten aber trotzdem leicht gestiegene Besucherzahlen verzeichnen.

Besondere Probleme haben die im Kinderentertainment tätigen Schausteller, was verschiedene Ursachen hat. Zum einen wird die Zielgruppe immer kleiner, zum anderen sind hier die Umsätze trotz stark gestiegener Kosten besonders rückläufig. Selbst bei speziellen Events profitieren die Schausteller dieser Sparte lediglich vom hohen Grundinteresse der jungen Zielgruppe.

Insgesamt gesehen prägt zunehmender Wettbewerb das Verhältnis der Schausteller zueinander, die Entwicklung der direkten Mitbewerber in der Sparte wird generell als moderat gestiegen wahrgenommen. Viele Schausteller konkurrieren über den Preis miteinander - diese ist wesentlicher Punkt ihrer Marketingstrategie, andere jedoch bevorzugen eine profil- und qualitätsorientierte Vorgehensweise. Um künftig Volksfeste zu einem Gesamterlebnis werden zu lassen, muss ein gemeinsames Arrangement stattfinden.

Dabei ist ein vielfältiges und passendes Marketing hilfreich. Die richtige Mischung aus PR, Internet, Verkehrswerbung, TV/Hörfunk und Promotion ist angesagt. Bei größeren Festen, die auch überregional besucht werden, ist Internetwerbung sicherlich richtig. Bei kleineren Events kann die Bekanntmachung mittels lokalem Hörfunk oder Presse zusätzliche Besucherzahlen bewirken.

 

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